Horniman Museum and Gardens

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Forest Hill
Das Horniman Museum and Gardens in Forest Hill, London, ist eine einzigartige Institution, die Anthropologie, Naturgeschichte, Musik und landschaftliche Schönheit vereint. Gegründet im Jahr 1901 vom Teehändler und Philanthropen Frederick John Horniman, entstand das Museum aus seiner persönlichen Sammlung von Gegenständen und Artefakten, die er auf seinen Reisen gesammelt hatte. Sein Ziel war es, “die Welt nach Forest Hill zu bringen” und die lokale Gemeinschaft durch kulturelle und natürliche Vielfalt zu bilden. Die Sammlung des Museums ist außergewöhnlich vielfältig und umfasst über 350.000 Objekte. Zu den bekanntesten gehört der “Walross von Horniman”, ein präpariertes Exemplar eines Walrosses, das aufgrund eines Fehlers der viktorianischen Präparatoren, die noch nie ein Walross gesehen hatten, übermäßig gestopft ist und daher eine enorm aufgeblähte Figur ergibt. Dieses kuriose Stück ist zu einem der Symbole des Museums geworden und zieht immer die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich.Die Galerie für Naturgeschichte ist eine faszinierende Reise durch das Tierreich, mit Exemplaren vom Schnabeltier bis zum Borneo-Orang-Utan und den Vögeln des Atlantiks. Nicht alle Exemplare sind jedoch echt: Zum Beispiel ist der ausgestellte Dodo ein Modell, das aus Hühner- und Gänsefedern hergestellt wurde, da der echte Vogel im 17. Jahrhundert ausstarb.Das Museum ist nicht nur eine statische Ausstellung, sondern ein dynamisches Zentrum für Lernen und Entdecken. Die temporären Ausstellungen behandeln aktuelle und historische Themen, wie die Ausstellung “Bedlam: the asylum and beyond”, die die Geschichte der psychiatrischen Behandlungen am ikonischen Bethlem Hospital erforscht. Eine weitere bedeutende Ausstellung war “High Society”, die die Geschichte und den Gebrauch von Drogen in der Gesellschaft untersuchte.Die Gärten des Horniman, die sich über 16 Hektar erstrecken, sind ebenso bemerkenswert. Eröffnet im Jahr 1895, umfassen sie einen Wassergarten, einen Nutzgarten, einen Farbgarten, einen Materialgarten und einen Heilpflanzengarten, die die ausgestellten Pflanzen mit den Objekten des Museums verbinden. Diese Grünflächen bieten nicht nur einen ruhigen Rückzugsort vor dem städtischen Trubel, sondern integrieren auch das Museumserlebnis, indem sie einen Dialog zwischen der natürlichen und kulturellen Welt schaffen.Ein charakteristisches Merkmal des Museums ist seine Aufmerksamkeit für die Interaktion zwischen Besuchern und den ausgestellten Objekten. In der Musikgalerie sind zum Beispiel viele Instrumente so ausgestellt, dass sie berührt und gespielt werden können, was ein taktiles und auditives Erlebnis bietet, das das Verständnis der verschiedenen musikalischen Kulturen der Welt bereichert.
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