Alexandrisches Aquädukt
Europa,
Italien,
citta,
Alessandrino
Das Aquädukt von Alexandrien, das letzte der großen Aquädukte, die im antiken Rom gebaut wurden, wurde im Jahr 226 n. Chr. unter der Herrschaft des Kaisers Alexander Severus fertiggestellt. Dieses Aquädukt wurde gebaut, um die von ihm im Campo Marzio errichteten neuen Thermen, bekannt als die Alexandrinischen Thermen, zu versorgen, die die früheren Thermen Neros ersetzten. Das Aquädukt erstreckte sich über etwa 22 Kilometer, ausgehend von den Quellen in Pantano Borghese entlang der Via Prenestina.
Das Aquädukt war ein Meisterwerk der Wasserbaukunst, das unterirdische und oberirdische Abschnitte kombinierte. Anfangs wurde das Wasser durch unterirdische Stollen transportiert, die es ermöglichten, die Höhenunterschiede leicht zu überwinden. Der Weg führte dann an die Oberfläche, durchquerte verschiedene Orte wie Torre Angela, Vallelunga, Tor Tre Teste, Centocelle und Tor Pignattara, um dann wieder unterirdisch zu werden und über Porta Maggiore nach Rom zu gelangen, bis es im Campo Marzio ankam.
Die Bögen des Aquädukts, die aus Ziegelmauerwerk bestanden, zeigen verschiedene Restaurierungsarbeiten und strukturelle Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte. Im 3. und 4. Jahrhundert wurden die Bögen mit neuen Ziegelschichten verstärkt, während sie im 5. und 6. Jahrhundert mit Tuffsteinblöcken abwechselnd mit Ziegeln verkleidet wurden. Eine weitere bedeutende Restaurierung wurde unter der Herrschaft von Papst Hadrian I. am Ende des 8. Jahrhunderts durchgeführt, bei der die Struktur mit wiederverwendeten Blöcken aus anderen Gebäuden verstärkt wurde.
Der Verlauf des Aquädukts umfasste spektakuläre Abschnitte, wie den im Viertel Centocelle, wo die Bögen eine Höhe von etwa 25 Metern erreichten. In diesem Bereich ist das Aquädukt mit 50 Bögen, die über die Viale Palmiro Togliatti ragen, gut sichtbar und bietet ein imposantes Zeugnis der römischen Ingenieurskunst. Ein weiterer bemerkenswerter Abschnitt ist am Ende der Via Tor Pignattara zu sehen, wo das Aquädukt den Graben des Acqua Bullicante (oder Maranella) überquert.
Trotz der Jahrhunderte hat das Aquädukt von Alexandrien weiterhin das städtische Landschaftsbild Roms beeinflusst. Heute können seine Überreste an verschiedenen Stellen der Stadt bewundert werden, oft integriert in Grünflächen und öffentliche Parks. In den letzten Jahren hat die Stadt Rom städtebauliche Projekte in den Vierteln gestartet, die vom Aquädukt durchquert werden, wie Tor Tre Teste, Alessandrino und Quarticciolo. Diese Maßnahmen umfassten die Schaffung von Radwegen, Grünflächen und die Restaurierung des archäologischen Teils des Aquädukts mit dem Ziel, die äußerste östliche Peripherie der Hauptstadt aufzuwerten.
Das Aquädukt von Alexandrien versorgte nicht nur die Thermen und Bürger Roms mit Wasser, sondern war auch ein Symbol für die Macht und Innovation des Römischen Reiches. Sein komplexes Wasserverteilungssystem umfasste Speicherbecken, Klärbecken zur Reinigung des Wassers und Netzfilter zur Entfernung von Sedimenten. Diese Elemente zeigen die fortschrittliche Wasserbautechnologie der Römer und ihre Fähigkeit, lebenswichtige Ressourcen in großem Maßstab zu verwalten.
Mehr lesen