Nationale Galerie

Europa,
Vereinigtes Königreich,
citta, London,
Trafalgar Square
Die National Gallery in London, die sich am Trafalgar Square befindet, ist eine der angesehensten künstlerischen Institutionen der Welt. Gegründet im Jahr 1824, markierte ihre Gründung einen revolutionären Moment für den öffentlichen Zugang zur Kunst. Die ursprüngliche Sammlung, bestehend aus 38 Gemälden, die vom Händler John Julius Angerstein gekauft wurden, wurde erstmals in Angersteins Residenz in Pall Mall ausgestellt. Diese Sammlung enthielt Meisterwerke von Künstlern wie Rubens, Raphael und Rembrandt und bildete den Kern, um den die Galerie weiter wachsen würde. Im Jahr 1838 wurde die National Gallery in ihr heutiges Gebäude verlegt, ein imposantes Gebäude, das von William Wilkins entworfen wurde. Trotz anfänglicher Kritik an seiner bescheidenen Größe wurde das Gebäude bald zum Symbol des britischen Engagements, Kunst für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Galerie teilte sich zunächst den Raum mit der Royal Academy of Arts, erlangte aber bald ihre Autonomie und begann, sich zu erweitern, um eine stetig wachsende Anzahl von Kunstwerken aufzunehmen.Ein entscheidender Moment in der Geschichte der National Gallery war der Erwerb der Sammlung von Sir George Beaumont im Jahr 1826, gefolgt von der von Reverend Holwell Carr im Jahr 1831. Diese Erwerbungen steigerten signifikant die Qualität und Quantität der ausgestellten Werke und zogen ein immer breiteres und vielfältigeres Publikum an.In der Mitte des 19. Jahrhunderts erweiterte die National Gallery unter der Leitung von Sir Charles Eastlake ihre Sammlung italienischer Malerei erheblich, indem sie Werke von Botticelli, Uccello und Piero della Francesca erwarb. Eastlake reiste durch Europa, um die Gemälde persönlich auszuwählen und sicherzustellen, dass die Galerie einige der besten Werke der Renaissance besaß.Die Sammlung wurde durch zahlreiche Spenden und Vermächtnisse weiter bereichert, wie zum Beispiel durch J.M.W. Turner, der der Galerie über 1.000 Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle vermachte. Diese Werke, die zunächst in South Kensington ausgestellt wurden, wurden später in das Hauptgebäude am Trafalgar Square verlegt. Im Jahr 1889 spendete Henry Tate, ein wohlhabender Industrieller, seine Sammlung britischer Kunstwerke und finanzierte den Bau einer neuen Galerie, die dann zur Tate Gallery wurde und somit die britischen Werke von den europäischen trennte.Heute beherbergt die National Gallery über 2.300 Gemälde, die einen Zeitraum vom 13. bis zum 20. Jahrhundert abdecken. Zu den bekanntesten Meisterwerken gehören “Das Arnolfini-Porträt” von Jan van Eyck, “Die Madonna von den Felsen” von Leonardo da Vinci, “Die Sonnenblumen” von Vincent van Gogh und “Die Schlacht von San Romano” von Paolo Uccello. Diese Werke repräsentieren nicht nur den Höhepunkt der europäischen Kunst, sondern bieten auch einen Einblick in die verschiedenen historischen und kulturellen Epochen, die die Künstler beeinflusst haben. Eine der faszinierendsten Anekdoten betrifft das Werk “Venus und Mars” von Botticelli, das während der viktorianischen Ära verändert wurde, um den damaligen Anstandsregeln zu entsprechen. Erst in den 1950er Jahren wurde bei einer Restaurierung entdeckt, dass das Originalgemälde verändert worden war, um als unangemessen angesehene Details zu verbergen.
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